Die Verschlechterungen älterer Mitarbeiter auf dem Gebiet der Sensorik und einigen anderen Bereichen der Informationsverarbeitung können durch eine bessere ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, bessere Organisation der Arbeit und persönliche (individuelle) Hilfen (wie Brillen, spezifische Beleuchtung am Arbeitsplatz) erfolgreich kompensiert werden. Ältere Mitarbeiter verfügen im Arbeitsleben über ein Schlüsselkonzept mit dessen Hilfe sie Minderung oder Verlust an funktionaler Kapazität ausgleichen. Sie benutzen das Prinzip der Selektion und der ausgleichenden, kompensatorischen Optimierung. Hierbei gewinnt die persönliche Erfahrung an Bedeutung, da sie die Voraussetzung ist (Ilmarinen, 1999):
- Die richtige Auswahl zu treffen, welche Funktionen gezielt wahrgenommen werden sollen
- Welche Tätigkeiten eher vernachlässigt werden
- An welchen Stellen kompensatorische Hilfe oder Anstrengung zu einer Optimierung führen kann
Ein Lösungsansatz, der diesen „Werkzeugcharakter“ deutlich eher besitzt, ist der Profilabgleich. In diesem wird der altersbedingten Leistungsstreuung dadurch begegnet, dass das Arbeitsplatz-Anforderungsprofil und das Mitarbeiter-Fähigkeitsprofil gegenüber gestellt werden. Ein Profilvergleich von Arbeitsplatzanforderungen und Mitarbeiterfähigkeiten zeigt die derzeitigen Defizite am Arbeitsplatz auf. Doch wie wird das in fünf Jahren sein?

└ Überkopfarbeit mit schweren Gegenständen stellt eine außerordentliche Belastung des Mitarbeiters dar.
