Pflege gestalten

Kurt Landau, 1. Auflage 2020
592 Seiten, 192 Abbildungen, 61 Tabellen


ISBN 978-3-935089-85-2
Zahlreiche Kurzfragen, Aufgaben und Checklisten

Pflege gestalten

Anlass

Die Kranken- und Altenpflege beherrscht in diesen Jahren das sozialpolitische Geschehen und die Gesetzgebung. Entscheidungen in der Arbeitsmarkpolitik, die Gestaltung und Anerkennung der Berufsausbildungen aber auch die Aufstellung der finanziellen Haushalte von Bund, Ländern, Kommunen und natürlich auch der Krankenhaus- und Heimträger sind betroffen. Der demografische Wandel, der in hochentwickelten Volkswirtschaften mit niedrigen Geburtsraten zutage tritt, weist alle Bürgerinnen und Bürger genauso wie Pflegekräfte und Verwaltungsleitungen darauf hin, dass ein „Weiter so“ in der Pflege unmittelbar oder zeitverzögert in das Chaos führen wird. „Bessere Bezahlung“, Mehr Anerkennung“, „kostenlose Pflegeausbildung“ sind nur einige der Stichworte, die zum Teil seit Jahren diskutiert werden.

Arbeitsbelastungen

Wenn es um die tatsächlichen, nachgewiesenen Belastungen des Pflegealltags geht und um die Fragen, was unmittelbar betroffene Pflegekräfte und deren Vorgesetzte für die Arbeitsgestaltung tun können, gibt es dagegen nur wenig Neues zu vermelden. Natürlich liegen genügend – durchaus auch anwendungsorientierte – Publikationen zum Pflegehandeln vor – vom rückengerechten Arbeiten bis zur Pflegeplanung - aber die eigentliche Arbeitsgestaltung kommt häufig zu kurz. Im Vordergrund steht die Verhaltensergonomie, nicht die Verhältnisergonomie. Dabei bestünden für die betroffenen Pflegekräfte und ihre unmittelbaren Vorgesetzten genügend Möglichkeiten, die Arbeitsbelastungen durch ergonomische Arbeitsgestaltung zu senken – auch ohne große Investitionen.

Ergonomie

Natürlich muss bei den Betroffenen gestalterisches – ergonomisches - Knowhow vorhanden sein. Das findet man derzeit jedoch eher bei ingenieurmäßig Vorgebildeten. Pflegekräfte wollen zu allererst den kranken und alten Mitmenschen helfen, weniger ihre eigenen Arbeitsplätze so gestalten, dass sie selbst ein ganzes Arbeitsleben möglichst gesund ohne bleibende Schäden durchstehen können. Um diese Thematik, also die ergonomische Gestaltung der Pflegearbeit, geht es in diesem Buch.

Bessergestaltung der Arbeitsplätze

Es ist von einem Ingenieur geschrieben, dem die Belastungsminderung der Pflegekräfte und die Bessergestaltung von Arbeitsprozessen und Arbeitssystemen am Herzen liegt.
Im Zentrum des Buches steht also die Pflegeergonomie. Sie beschäftigt sich mit der Belastung und Beanspruchung der Pflegekräfte. Sie hat zum Ziel, Arbeitsprozesse und Betriebsmittel so zu gestalten, dass Beschäftigte ein ganzes Arbeitsleben ohne Gesundheitsschäden bei möglichst hoher Arbeitszufriedenheit und Chancen zur Selbstverwirklichung Pflegetätigkeiten ausführen können.

Was das Buch nicht ist: Eine Anleitung für pflegerisches Handeln!

Wir gehen davon aus, dass viele der Leserinnen und Leser Pflegefachkräfte sind und daher ihr pflegerisches Handwerk verstehen. Uns geht es „nur“ um die Belastung der Pflegekräfte und die Arbeitsgestaltung von Pflegearbeitssystemen.

Zielgruppen des Buches

Das sind zu allererst Pflegekräfte, Stations- und Verwaltungsleitungen, ambulante Dienste, Pflegeschüler. Natürlich sollten auch Physiotherapeuten, Sicherheitsfachkräfte, Mitarbeiter in Berufsgenossenschaften und manche andere aus dem Umfeld der Pflege dieses Buch mit Vorteil lesen können.

Das Buch ist als Hand- und Lehrbuch konzipiert. Natürlich hat der Verfasser Wert auf wissenschaftliche Hintergründe und Zitate einschlägiger Publikationen gelegt, aber dieses Buch versteht sich nicht als wissenschaftliches Werk. Stattdessen enthält es zahlreiche Beispiele, Checklisten, Aufgaben und Kurzfragen, so dass der Stoff vertieft und anwendungsnah vermittelt wird.


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Zum Autor:

Univ. Prof. Dr.-Ing. Kurt Landau war nach dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens mehrere Jahre als Systemanalytiker in Frankreich und der Schweiz tätig. Nach der Promotion im Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt folgten fünf Jahre als Bereichsleiter beim REFA-Verband in Darmstadt. Danach Professor für Arbeitswissenschaft an der Universität Hohenheim und später Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt. Von 1985 bis heute hat der Verfasser mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Arbeitsgestaltungsprojekte in fast 20 Pflegeheimen in Baden-Württemberg und in der Schweiz sowie in mehreren Akut- und Rehakliniken durchgeführt.
Derzeit ist er im Ehrenamt Professeur associé an der École de technologie supérieure (ÉTS) in Montréal, Canada.